Jan. 2017:
Polit-Mauschelei um die Infras-Studie

-> Unsere Medienmitteilung vom 8.1.2017

-> Bund-Artikel vom 10.1.2017

Kurzinfo:
Die Umstellung der Ostermundiger-Linie auf Tram ist weder die unbestrittene Bestlösung für die Kapazitätsprobleme, noch ist sie dringend.
In einer Abklärung durch das Planungsbüro Infras wurde abgeklärt, welchen Beitrag Doppelgelenkbusse leisten könnten. Demach könnten Bus-Lösungen bis sicher ins Jahr 2030, wenn die ausgebaute S-Bahn einen Teil der Zusatznachfrage abfangen kann, die Engpässe erträglich machen.
Das Resultat wurde von Mitgliedern der Regionalkonferenz intern als heikel und brisant bezeichnet, weil man damit die Pro-Tram-Stimmung vor der Abstimmung über die Ostermundiger Tram-Initiative gefährdet sah.
So erfuhr das Stimmvolk nichts von dieser Studie.
Dass die Frage der Megabusse nur auf den Zeitraum des Angebotskozepts 2018-2021 bezogen wurde, fand sogar der Mundiger Gemeindepräsident Thomas Iten, der auch die Verkehrskommission der Regionalkonferenz präsidiert, «ein wenig schlitzohrig»...

Die Schlussfolgerung der Studie würde Gegelheit bieten, den Denkhorizont und die Planungzeit zu erweitern, um vorerst günstigere Lösungen zu realiseren, und eine allfällige spätere Tramlinienführung derart zu gestalten, dass sie nicht mit so grossen Investitionen und Opfern im Bereich Städtebau und Wohnqualität erkauft werden muss, wie das mit dem alten TramRegionBern-Projekt der Fall ist.
Der Grosse Rat, der über die Finanzierung des Trams Ostermundigen schlussendlich befinden muss, ist gut beraten, wenn er provisorisch die günstigere Lösung anpeilt und mehr Zeit für saubere Abklärungen lässt, ob dereinst noch ein Tram nötig ist, und wenn ja, auf welcher Route.

 -> Das Infras-Papier

Nachtrag: Es gibt Informationen (die wir noch nicht überprüfen konnten), wonach "der Kanton Bern" offenbar im September/Oktober 2016 einen weiteren Prüfauftrag vergeben hat, diesmal, um dieses frühere Infras-Papier zu relativieren.
Das 2. Infras-Papier, nachgeschoben am 29. Dez. 2016.
Aber einseitig für das Tram geschönt, da die S-Bahn-Erweiterung nicht einbezogen wurde:
-> Schlussbericht Systemfrage Tram/Bus

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