Veraltete Planungs-Grundlagen, ineffiziente Technologie

Die Grundlagen (insb. Wachstumsszenarien Siedlung und Verkehr) sind mindestens 10 Jahre alt (damalige Zweckmässigkeitsbeurteilung ZMB wurde 2008 publiziert, die Datenbasis war von 2005).
Das waren auch nicht wissenschaftliche Prognosen, sondern "Szenarien", also Wunschdenken der Politiker in der Regionalkonferenz.

Die vorgesehene Fahrzeug-Technologie ist weder zeitgemäss noch stadtgerecht:

Die langen Tramzüge schaffen für den Grossteil der Zeit Ineffizienz und Überkapazitäten:
Die Bus-Linie 10 wird primär zu den Stosszeiten am Morgen und Abend stark frequentiert.
Ausserhalb dieser drei Stunden Hauptverkehrszeit sind die Busse aber nur mässig besetzt. Der Bau einer Tramlinie einzig zur Entlastung zu den Stosszeiten ist Verschwendung.
Tramzüge lassen sich nicht kürzen, es gibt keine kürzeren Fahrzeuge wie bei Bus-Flotten, da fahren immer fast 50 Tonnen herum, auch fast leer.
Mit flexibleren Arbeits- und Schulzeiten und mehr Möglichkeiten, Arbeiten statt im Büro zuhause zu erledigen, wird sich das Problem der Stosszeiten ohnehin entschärfen.

Die bisherigen Trams brauchen pro Ast zwei Wendeschleifen. Manchmal noch sog. Dienstgleise zur Verbindung mit andern Ästen.
Weniger schädlich wären neuartige Busse, oder zumindest Zweirichtungs-Tramzüge.
Mehr dazu in Punkt 16:  Zweirichtungs-Trams .


 

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