Freie Arbeitsgruppe Städtebau und öffentlicher Verkehr, Bern

 tram@die-optimisten.net

13. Februar 2019

Hat Ostermundigen mit bewussten Falschinformationen die Stimmbürgerschaft in Gemeinde und Kanton zu einem "JA zum Tram" gedrängt? - Es scheint so!

Die Ostermundiger Trambefürworter haben bewusst und wiederholt behauptet, die Werkleitungen unter der Bernstrasse seien in höchstem Masse sanierungsbedürftig, obwohl das nachweislich nicht stimmt. Denn laut EWB wurden die Gasleitungen bereits  1995 saniert und sind z.Z. nicht sanierungsbedürftig!

Mit dieser Behauptung wurden nicht nur die Stimmbürger in Ostermundigen, sondern auch die der Gemeinde Bern, ja des ganzen Kantons im Hinblick auf die Abstimmungen über die Finanzierung eines Trams von Bern nach Ostermundigen unter Druck gesetzt.

Details zu diesem Vorgehen finden sich im untenstehenden Artikel der Berner Zeitung vom 13. Februar 2019, sowie in der Präsentation der Gemeinde Ostermundigen im Restaurant Tell vom 23. Februar 2011 (hier nachfolgend in Ausschnitten). Das vollständige PDF der Präsentation wurde von der Website der Gemeinde zwar inzwischen entfernt, liegt aber  -> hier  vor (folgend Ausschnitte).

Ausschnitte Präsentation im Restaurant Tell Ostermundigen | Mittwoch, 23. Februar 2011 | 20.00 Uhr

 

Dazu -> BZ-Artikel vom 13.2.2019

 

 

___________________________________________________________________________

21. November 2018:

1    Die von Stadt und Kanton immer wieder ausgeschlossene Alternative zum Tramprojekt, nämlich auf der Linie 10 neu Doppelgelenkbusse einzusetzen, scheint jetzt möglich. Denn für BernMobil gilt die immer wieder gemachte Aussage "Doppelgelenkbusse passen nicht in unsere Flotte" nicht mehr. Auf der Linie 20 verkehren sie jetzt in so grosser Zahl, so dass sich Passagiere zu keiner Zeit mehr wie Sardinen in einer Büchse fühlen müssen. 

2    Der Baumfällungsplan von Stadtgrün Bern für den Winter 2018/19 bestätigt das von uns in Auftrag gegebene Gutachten: Weder an der Viktoriastrasse noch an der Ostermundigen müssen Bäume gefällt werden, dies trotz Stressjahr mit Frost und Trockenheit.
Die Alleen sind gesund!
Siehe -> Bund-Artikel

__________________________________________________________________________

7. November 2018: Medienmitteilung zum Zustand der Alleebäume:

Das detaillierte Gutachten von Baumpfleger Fabian Dietrich bestätigt, dass die in der Abstimmungsbotschaft gemachte Aussage der Behörden zum Gesundheitszustand der Alleebäume falsch war. Richtig ist, dass die allermeisten Bäume in den historischen Alleen gesund und - was eine neue und wichtige Information ist - zukunftsfähig sind. 

Nähere Informationen unter -> Medien

___________________________________________________________________________
 

3.8.2018 / 10.1.2019: Es wird weitergewurstelt:

  • Mitwirkung zur Endstation Ostermundigen beginnt in den Sommerferien 2018;
  • Varianten mit Wendestellen ohne Wendeschlaufen (für Zweirichtungs-Trams) wurden gar nicht geprüft und werden mit keinem Wort erwähnt;
  • Von 4 Varianten für End-Wendeschlaufen fallen zwei zum Vornherein aus Kostengründen weg.
  • Jan. 2019: wie nicht anders zu erwarten, ist die "Sportplatz"wendeschlaufe "beim Volk" beliebter als jene beim Coop.
    Tja, wenn man nur die Wahl zwischen zwei Übeln hat...

 

___________________________________________________________________________

4.3.2018: Ergebnis der kantonalen Abstimmung
Tramkredit relativ knapp angenommen.

Gesamtkantonal mit 51,6% Ja, selbst in Ostermundigen nicht gerade euphorisch mit 54,4% Ja.

-> Resultate der Gemeinden        -> Medienmitteilung          -> unsere Kampagne

Nun kann Ostermundigen noch 10 Jahre lang auf eine Lösung warten.
Die Leidenszeit hat also erst begonnen.
Und die Kritik am Projekt und an den steigenden Kosten kommt dann halt später - zu spät.
Siehe auch -> Orakel.

Freut euch über noch mehr Zeiten mit der "Tramwand":

Nach der Abstimmungsschlacht: Immer noch machbare Alternative:

 

 

Was ein Baum in der Stadt leistet:

 

Ein ausgewachsener Stadtbaum 

 

spendet bis zu 150 Quadratmeter Schatten, 

 

er kühlt seine Umgebung im Sommer um drei Grad und 

 

lässt 400 Liter Wasser pro Tag verdunsten. 

 

Zudem produziert er an einem Sommertag 13 Kilogramm Sauerstoff, 

 

nimmt 18 Kilo Kohlendioxid auf, 

 

bindet bis zu einer Tonne Feinstaub pro Jahr – 

 

und schluckt mit seiner gewaltigen Oberfläche den Lärm der Stadt.

 

(Andreas Frey in der NZZ am Sonntag, 23. 09. 2018, S. 53)

 

 

Kontakt

Freie AG Städtebau und öffentlicher Verkehr, Bern

© 2015 Alle Rechte vorbehalten.

Erstellen Sie Ihre Website gratis!Webnode